Lotus Renault GP

Lotus Renault GP

Nick Heidfeld

Mit 172 Starts und 11 Formel 1-Saisonen zählt Nick Heidfeld, der für Lotus Renault GP fährt, zu den erfahrensten Piloten im Feld. Sein Debüt in der Formel 1 gab er 2000 für Prost Grand Prix, ehe er im darauf folgenden Jahr zu Sauber wechselte, wo er drei Jahre blieb. 2004 folgte eine Saison mit Jordan, bevor Nick 2005 zu Williams wechselte. Im gleichen Jahr holte er seine erste Pole Position und drei Podiumsplätze. 2006 kehrte Nick zu Sauber zurück, das Team hatte zwischenzeitlich BMW als Partner gewonnen. Vier Jahre lang fuhr Nick an der Seite von Robert Kubica für das Team und holte weitere acht Podiumsplätze. 2010 wechselte er als dritter Fahrer zu Mercedes, ging dann aber zu Pirelli, um bei der Entwicklung der Reifen zu helfen. Gegen Saisonende ersetzte Nick Pedro de la Rosa für fünf Rennen bei Sauber.

Fakten über Nick:

- Seine Schuhgröße ist in Europa 38, in UK 5.5
- Er besitzt eine Sammlung alter Autos, darunter ein Ferrari Testarossa
- Michael Jordan ist sein Sportleridol
- Sein iPod ist mit einer Mischung elektronischer Musik ausgestattet, aber er ist auch ein großer Fan der Kinks
- Er steigt immer von links ins Auto ein, mit dem rechten Fuß zuerst
- Sein Lieblingsgericht ist Foie gras

Vitaly Petrov

Vitaly Petrov beginnt seine zweite Formel-1-Saison entschlossen, seine vielversprechenden Leistungen aus der Rookie-Saison fortzusetzen. Der 26-jährige Russe aus Vyborg begann seine F1-Karriere mit dem Renault F1 Team nach einer erfolgreichen Zeit in der GP2, wobei er sowohl in der GP2 Series als auch der GP2 Asien Serie fuhr. Seine erfolgreichste Saison war 2009, in der er Vizemeister mit zwei Siegen wurde. Zuvor fuhr er in der Europäischen Formel Renault sowie verschiedenen nationalen Meisterschaften in Russland. Als einziger Russe, der jemals ein Formel-1-Rennen bestritten hat, lasten die Erwartungen einer ganzen Nation auf seinen Schultern. In der Saison 2011 möchte Vitaly das Potenzial ausnutzen, das er 2010 gezeigt hat.

Fakten über Vitaly Petrov:

- Sein erstes Rennauto war ein Lada, sein erstes Straßenauto ein Volkswagen Golf 1.2
- Abseits der Strecke mag er Martial Arts wie Judo und Taekwondo
- Er sammelt Spielkartensätze von allen Orten, die er in der Welt besucht hat
- Nach dem Ende seiner Formel-1-Karriere möchte er Rallye-Fahrer werden
- Sein sportliches Idol ist Mohamed Ali
- Kürzlich landete er in einem russischen Lifestyle-Magazin in der Top-10-Liste der attraktivsten Single-Männer in Russland

Robert Kubica

Robert Kubica ist eines der am höchsten angesehenen Talente im Grand Prix Rennsport. Er gab sein Debüt mit BMW in der Saison 2006 und etablierte sich bald als konstanter Spitzenpilot, der bewies, dass er sowohl Rennsieger als auch Titelanwärter sein kann. Robert fuhr bis zum Alter von 10 Jahren erfolgreich im Kartsport, dann wechselte er im Jahr 2001 zu Formelrennwagen – erst in der Formel Renault, dann in der Formel 3. In der Saison 2005 fuhr er in der World Series by Renault und erhielt als Belohnung für den Titelgewinn einen Formel-1-Test mit dem Renault F1 Team. Das erwies sich als Sprungbrett in die Formel 1, wo er als dritter Fahrer zu BMW Sauber stieß und im Laufe der Saison 2006 zum Stammfahrer aufstieg. Nach vier Jahren mit Sauber kehrte er 2010 zum Renault F1 Team zurück und beendete die Saison als WM-Achter mit drei Podestplätzen. Bis zu seinem schweren Unfall im Jahr 2011 führte er das Lotus Renault GP Team an, um erneut an der Spitze mitzukämpfen.

Fakten über Robert Kubica:

- Der Straßenkurs in Macau ist seine Lieblingsstrecke
- Er steigt immer von links mit dem rechten Fuß zuerst ins Auto ein
- Seine Lieblingsfarbe ist Schwarz
- Seine Hobbys neben der Rennstrecke sind Rallye, Bowling und Snooker
- Er trinkt keinen Alkohol, weil er den Geschmack nicht mag
- Er hört gerne Musik der Black Eyed Peas auf seinem iPod

 

GP Australien
27.03.2011


LIEBESGRÜSSE AUS RUSSLAND

Lotus Renault GP eröffnete die Saison 2011 mit dem ersten Podestplatz von Vitaly – und das in seinem erst 20. Formel 1-Rennen.

 

• Nick und Vitaly fuhren beide Zweistoppstrategien: weich / weich / hart
• Nick stoppte in den Runden 15 und 30, Vitaly in den Runden 16 und 36
• Vitaly fuhr seine schnellste Zeit in Runde 55, al ser seinen dritten Platz gegen Fernando Alonso verteidigte
• Vitaly schrieb Formel 1-Geschichte als erster Russe auf dem Podium

 

Vitaly Petrov, P3, R31-03
Ich bin wirklich begeistert, hier auf dem Podium zu stehen, besonders nach dem sehr harten Winter, der hinter dem Team liegt. Selbst während der Testfahrten wussten wir nicht wirklich, wo wir im Vergleich zu den anderen standen, aber wir brachten an diesem Wochenende erneut neue Teile und diese funktionierten sehr gut. Ich hatte einen tollen Start, der wahrscheinlich der Schlüssel zu meinem Rennen war, denn so kam ich vor Alonso und Button und konnte in sauberer Luft attackieren sowie auf meine Reifen achten. Unsere Zweistoppstrategie war eindeutig die richtige Entscheidung und wir setzten sie um. Ich muss jedem im Team ein großes Dankeschön für die harte Arbeit und die Unterstützung im Winter aussprechen. Dieses Ergebnis ist für uns alle und ich bin absolut außer mir vor Freude.

 

Nick Heidfeld, P14, R31-01
Das Rennen war hart. Ich bin natürlich enttäuscht, nicht gepunktet zu haben, aber es war einfach nicht drin, besonders nachdem ich auf der ersten Runde getroffen worden war. Es ist schade, denn ich hatte so einen guten Start und bin bis zur ersten Kurve von Platz 18 auf 12 nach vorne gefahren. Der Schaden am Auto war ziemlich schwerwiegend, hauptsächlich an der rechten Seite des Bodyworks, dem Seitenkasten und der Motorabdeckung. Es war überhaupt kein starkes Rennen für mich. Andererseits freue ich mich mit dem Team und Vitaly, dass wir heute dieses exzellente Ergebnis erzielen konnten. Das stellt unter Beweis, dass wir ein konkurrenzfähiges Auto besitzen und in diesem Jahr mitkämpfen können.

 

Eric Boullier, Teamchef und Geschäftsführer
Der Podestplatz heute ist eine riesige Erleichterung und eine Belohnung für die harte Arbeit aller im Team. Darüber bin ich natürlich äußerst glücklich. Das Ergebnis zeigt, dass unsere Entscheidung zugunsten eines aggressiven Fahrzeugsdesigns richtig war. Darauf können wir jetzt aufbauen. Die Leistung von Vitaly war sehr stark und sie beweist, dass wir in dieser Saison sehr gute Ergebnisse einfahren können. Tatsächlich habe ich keine Zweifel daran, dass beide unsere Fahrer beim nächsten Rennen an der Spitze kämpfen können. Dann wollen wir an unsere Wettbewerbsfähigkeit von diesem Wochenende anschließen.

 

James Allison, Technischer Direktor
Ich freue mich wahnsinnig für alle im Team, denn es war nicht einfach, dies zu erreichen. Ich würde lügen, wenn ich sagen würde, dass ich damit gerechnet hätte, heute einen Podestplatz einzufahren, aber Vitaly sah schon im Qualifying sehr gut aus und wir wussten, dass wir konkurrenzfähig waren. Wir gingen davon aus, dass wir gegen Ferrari kämpfen könnten und genau das ist uns gelungen. Jetzt werden wir in Malaysia neue Aerodynamik-Updates haben, die weitere Zehntel bringen sollen. Damit sollten wir an unsere gute Vorstellung von heute anknüpfen können.

 

Riccardo Penteado, LRGP Engine Support Leader, Renault Sport F1
Das ist ein fantastisches Ergebnis für Lotus Renault GP und ein Traumstart in die neue Saison. Vitaly fuhr ein tolles Rennen, stand dabei unter viel Druck von Ex-Weltmeister Fernando Alonso, machte aber keinen einzigen Fehler und zeigte, dass unser Auto ein riesiges Potenzial besitzt. Er fuhr jede Runde wie im Qualifying und dadurch wurde das Benzin gegen Rennende etwas knapp, aber er und das Team hatten den Verbrauch sehr gut im Griff und alles endete wie wir es uns wünschten, sogar noch besser – mit einem Podestplatz. Nicks Rennen wurde von einem Schaden an seinem Fahrzeug beeinträchtigt. Auf der Motorenseite sind wir sehr zufrieden wie der Tag verlaufen ist und freuen uns auf Malaysia.

 

• Wussten Sie schon?
Obwohl es im Fernsehen nicht zu sehen war, war die komplette rechte Seite von Nicks Seitenkasten nach einer Berührung in der ersten Rennrunde aufgerissen.

 

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